Kunstprojekt an der Musikalischen Grundschule Kirchdorf: Kreativität im Atelier von Lioba „Lio“ Siemers
Kirchdorf – Zwei Tage lang herrschte im Atelier der Kirchdorfer Künstlerin Lioba „Lio“ Siemers reges Treiben. Im Rahmen eines vorösterlichen Kunstprojekts lud die in der Ortsmitte ansässige Malerin die gesamte Schulfamilie der Musikalischen Grundschule Kirchdorf in ihr Atelier ein – und verwandelte den ehemaligen Sitz des Verkehrsamtes in einen lebendigen Ort voller Kreativität, Kinderstimmen und künstlerischer Entdeckungen.
Klassenweise verbrachten die Schülerinnen und Schüler jeweils zwei Unterrichtsstunden im Atelier, verteilt auf zwei aufeinanderfolgende Projekttage. Dabei hatten sie nicht nur Gelegenheit, selbst kreativ zu werden, sondern lernten auch die Künstlerin und ihre Arbeitswelt näher kennen.
Lioba Siemers, studierte Künstlerin und Sozialpädagogin, stellte den Kindern ihre Arbeit vor. Neben Malerei und bildender Kunst berichtete sie von ihrem Atelieralltag, von Ausstellungsreisen und von Malworkshops, die sie regelmäßig – insbesondere im Herbst – anbietet. Besonders beeindruckt waren die Kinder von den großzügigen Arbeitsflächen und der Ausstellung verschiedener Kunstwerke im Atelier.
Dank der akribischen Vorbereitung der Künstlerin und der tatkräftigen Unterstützung einiger engagierter Mütter konnten die Projekttage reibungslos ablaufen. Möglich wurde das Projekt auch durch die Unterstützung ihres Ehemannes Elmar Siemers, der als Sponsor sämtliche Materialien für das Kunstprojekt zur Verfügung stellte.
Im Mittelpunkt stand ein kreatives Thema passend zur bevorstehenden Osterzeit: Jeder Schüler sollte am Ende des Projekts einen eigenen Hasen aus Pappmaché gestaltet haben.
Am ersten Projekttag stellten die Kinder zunächst selbst Pappmaché her und begannen anschließend mit dem Modellieren ihrer Hasenfiguren. Anschauungsmaterial, das Lio vorbereitet hatte, sowie hilfreiche Hinweise der Künstlerin unterstützten sie dabei. „Genaues Schauen ist wichtig“, erklärte sie den jungen Künstlern. Gemeinsam überlegten sie etwa: Wo wachsen eigentlich die Ohren eines Hasen? Wie sehen sie aus? Schritt für Schritt entstanden so individuelle Figuren.
Am zweiten Tag wurden die getrockneten Hasen schließlich bemalt. Dabei vermittelte die Künstlerin den Kindern wertvolle Grundlagen zum Umgang mit Pinseln: Welche Pinsel eignen sich wofür? Wie führt man sie richtig? Und wie mischt man Farben, um neue Farbtöne zu erzeugen? Mit viel Begeisterung setzten die Schülerinnen und Schüler ihr neu erworbenes Wissen um – und so entstanden Hasen in den unterschiedlichsten Farben und Formen.
Eine besondere Gelegenheit nutzten die Viertklässler: Die Chance, bei einer „echten“ Künstlerin zu Gast zu sein. Sie dokumentierten das Projekt fotografisch und filmten einzelne Arbeitsschritte. Außerdem stand Lio ihnen sogar für ein Interview zur Verfügung, das im Schulfilm sicher einen besonderen Platz finden wird.
Am Ende des vorösterlichen Kunstprojekts bedankten sich die Kinder mit herzlichen Worten bei ihrer Gastgeberin. Diese schickte ihre kleinen Künstler mit einer kleinen Hasenbrotzeit in Form von Karotten zurück in die Schule. Stolz auf ihre Werke freuen sie sich nun darauf, ihre bunten Pappmaché-Hasen bald im Schulhaus ausstellen und arrangieren zu dürfen. Damit wird die kreative Zusammenarbeit zwischen Schule und Kunst auch für alle anderen sichtbar.Formularbeginn